Energiewendekonferenz: Wie realistisch sind die gesteckten Ziele?

Hochkarätige Teilnehmer beim Berlin Energy Transition Dialogue (BETD)

Internationale Energiewende-Konferenz: Gabriel und Zypries den dritten „Berlin Energy Transition Dialogue“
Außenminister Sigmar Gabriel und Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries eröffneten am 20.03. 2017 den dritten „Berlin Energy Transition Dialogue“ im Auswärtigen Amt in Berlin. Zahlreiche Ministerinnen und Minister, unter anderem aus Argentinien, China, Dänemark, Kuba und den Vereinigten Arabischen Emiraten, sowie hochrangige Delegationen, Wirtschaftsvertreter und Gäste aus mehr als 93 Staaten werden erwartet.

Berlin Energy Transition Dialogue 2017 im Kino International

Berlin Energy Transition Dialogue 2017 im Kino International

Die Bundesregierung veranstaltet gemeinsam mit der dena und dem Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE) und seinen Partnern auch dieses Jahr wieder die internationale Energiewendekonferenz der Bundesregierung, den Berlin Energy Transition Dialogue (BETD), am 20. und 21. März in Berlin. Es werden mehr als 1000 hochkarätige Teilnehmer aus 70 Ländern erwartet, darunter mehr als 30 Energie- und Außenminister. Mit dem BETD möchte die Bundesregierung politische und technologische Konzepte für die internationale Energiewende präsentieren und mit den internationalen Partnern diskutieren, um internationale Kooperationen bei Klimaschutz, erneuerbaren Energien und Energieeffizienz voranzutreiben. Leitfragen der Veranstaltung sind: Wie müssen Energiesysteme transformiert werden, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens und die UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 (SDGs) kosteneffizient zu erreichen? Wie können Investitionen aus dem Bereich der fossilen Energien hin zu mehr Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz geleitet werden?

 
Ziel der Konferenz ist, inhaltliche Impulse für die Energieagenda der deutschen Regierung im G20-Prozess zu setzen. Hierzu werden die Internationale Energieagentur (IEA) und die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) auf der Konferenz ihre Studie „Perspectives for the Energy Transition: Investment Needs for a Low Carbon Energy System“ vorstellen. Die Studie wurde mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt und untersucht, welche Investitionen für das Erreichen der Pariser Klimaziele notwendig sind und wie Fehlinvestitionen in klimaschädliche Energietechnologien vermieden werden können.

https://www.energiewende2017.com/

Sechs Kategorien beim „Start Up Energy Transition Award“: Preisverleihung im Kino International

Der „Start Up Energy Transition Award“ wird in sechs Kategorien verliehen: Urban Energy Transition (für Beiträge zur digitalisierten und nachhaltigen Stadt); Cleantech against climate change (fürTechnologien zur sektorübergreifenden Reduktion von Treibhausgas-Emissionen); Future Production & Manufacturing (für digitale Lösungen in der Industrie); Mobility meets Energy Transition (für nachhaltige Mobilitätskonzepte); Platform and communities (für den Aufbau von Plattformen); Spezial Prize – Sustainable future for all: Startup SDG 7 (für Projekte zum siebten Ziel für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, der bezahlbaren und sauberen Energie für alle).

Berlin Energy Transition Dialogue 2017 im Kino International

Berlin Energy Transition Dialogue 2017 im Kino International

Start-ups aus Frankreich, Deutschland, Indien, Bangladesch und Nigeria wurden ausgezeichnet, weil sie mit ihren innovativen Geschäftsideen für die Energiewende und den weltweiten Klimaschutz überzeugten.

Urban Energy Transition
BeeBryte – Building Energy Intelligence (Frankreich): BeeBryte hat eine cloud-basierte Software-Lösung entwickelt, die den Energiekonsum optimieren soll. Begründung der Jury: BeeBryte bietet eine einzigartige und umfassende Lösung an, Energieverbrauch und -speicherung in Gebäuden zu ermöglichen. Das ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die globale Energiewende.

Cleantech against Climate Change
Hydrogenious Technologies GmbH (Deutschland): Die Liquid Organic Hydrogen Carrier-Technologie ist eine Lösung zur sicheren und verlässlichen Speicherung von Wasserstoff. Begründung der Jury: Das Geschäftsmodell der Hydrogenious Technologies GmbH ermöglicht den Klimaschutz in einer noch nicht komplett digitalen Welt. Ihre Technologie kann einen immensen Beitrag zur Dekarbonisierung in verschiedenen Sektoren leisten.

Future Production & Manufacturing
Sicoya GmbH (Deutschland): Sicoya hat kostengünstige, energieeffiziente und skalierbare optische Transceiverchips für Serververbindungen entwickelt, die in die Serienproduktion gehen können. Begründung der Jury: Die weltweit Nachfrage nach Rechenzentren wächst rasant. Die Lösung der Sicoya GmbH ist sehr gut skalierbar und kann die Effizienz von Rechenzentren enorm steigern.

Mobility meets Energy Transition
Thermal Energy Service Solutions Private Limited (TESSOL) (Indien): Auf Basis der „Thermal Energy Storage“-Technologie hat das Unternehmen einen elektrisch betriebenen Kühllaster gebaut, der nach einem so genannten „Plug&Chill“-System funktioniert. Begründung der Jury: Die Jury hat TESSOL gewählt, weil Kühlsysteme weltweit für eine effiziente Nahrungsmittelversorgung sorgen können. TESSOL hat deutlich gemacht, wie seine Technologie CO2-Emissionen vermeiden und fossile Brennstoffe sparen kann.

Platforms and Communities
ME SOLshare (Bangladesch): Mit ihrem micro-grid bringt ME SOLshare Energie in Regionen von Bangladesch, die bisher nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, und ermöglicht den lokalen Handel mit der gewonnenen Energie. Begründung der Jury: Die Technologie von ME SOLshare zeigt, wie man individuelle Photovoltaik-Lösungen in einem micro-grid lückenlos verbinden und gleichzeitig einen sozialen Nutzen durch das gemeinschaftsorientierte Design erzeugen kann. Dieses Konzept ist nicht nur in Bangladesch, sondern weltweit in netzfernen Regionen anwendbar.

Special Prize: Sustainable Future For All: Startup SDG 7
ColdHubs (Nigeria): ColdHubs ist ein modulares „Plug & Play“-Kühlsystem, das jenseits existierender Stromnetze mit Solarenergie betrieben werden kann und Landwirten die Möglichkeit bietet, die Nutzung über ein pay-as-you-store-System abzurechnen. Begründung der Jury: ColdHubs hat eine einfache Lösung für ein komplexes globales Problem. Sie ermöglicht Landwirten, ihr Einkommen zu steigern, indem sie Verluste ihrer sonst leicht verderblichen Erzeugnisse reduzieren. Die Technologie lässt sich in vielen Branchen anwenden.

„Wir waren beeindruckt von der Vielzahl herausragender innovativer Geschäftsmodelle für die Energiewende, die uns Bewerber aus aller Welt geschickt haben“, sagte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Mit dem Start Up Energy Transition Award wollen wir Vordenker und Enabler der globalen Energiewende zusammenbringen und so ein internationales Netzwerk aus Unternehmen, Start-ups und nachhaltig wirtschaftenden Organisationen schaffen. Denn nur mit Innovationen machen wir Energiewende und Klimaschutz zu einem weltweiten Erfolgsmodell.“

„Wir sind begeistert von der Innovationskraft der eingereichten Ideen“, sagte Felix Zhang, Group Executive Director von Envision Energy und Mitglied der Award Jury. „Nicht nur die von uns ausgezeichneten Geschäftsmodelle zeigen, dass eine Zukunft mit sauberer, sicherer und reichlich vorhandener Energie möglich ist. Auch die anderen Ideen sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

Mehr zum „Start Up Energy Transition Award“: www.startup-energy-transition.com/

Berlin Energy Transition Dialogue 2017 im Kino International

Berlin Energy Transition Dialogue 2017 im Kino International

Berlin Energy Transition Dialogue 2017 im Kino International

Berlin Energy Transition Dialogue 2017 im Kino International

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